Fusionsgesetz in Kraft

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Das Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertrag vom 3. Oktober 2003 (kurz: Fusionsgesetz oder FusG) ist seit dem 1. Juli 2004 in Kraft. Es regelt die Anpassung der rechtlichen Strukturen von Unternehmungen.

Folgende Rechtsformen sind davon betroffen:


Kapitalgesellschaften (AG, GmbH, Kommandit-AG)

  • Kollektiv- und Kommanditgesellschaften
  • Genossenschaften
  • Vereine und Stiftungen
  • im Handelsregister eingetragene Einzelfirmen

Im Fusionsgesetz sind die Tatbestande

  • Fusion (Zusammenschluss)
  • Spaltung
  • Umwandlung
  • Vermögensübertragung

geregelt. Das Gesetz enthält vorab Regelungen über die Abwicklung dieser Umstrukturierungstatbestände, aber auch über die Gewährleistung von Rechtssicherheit und Transparenz, Gläubiger-, Arbeitnehmer- und Minderheitsschutz.


Das Fusionsgesetz ist ein das Obligationenrecht ergänzendes Recht. Das erschwert die Übersicht, da zwischen den beiden Gesetzen Querwirkungen bestehen. So werden die vorgesehenen Erleichterungen für KMU teilweise durch die Bestimmungen des OR wieder kompensiert. Viele Fragen sind noch ungeklärt, sodass derzeit noch viele Unsicherheiten bestehen, die erst im Verlaufe der Umsetzung durch die Praxis beseitigt werden können.


Mit dem Fusionsgesetz sind auch Anpassungen in der Steuerrechtsgebung des Bundes (DBG, StHG, StG, VStG) vorgenommen worden. Das Steuerrecht ist jedoch mit dem Fusionsgesetz nicht voll harmonisiert und die Umstrukturierungen bieten weiterhin viele steuerliche Knacknüsse.