Hurra - Immer mehr Kantone bleiben vernünftig!

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Hurra! - Es scheint so, als blieben die kantonalen Steuerbehörden vernünftiger als die Eidgenössische Steuerverwaltung und das Bundesgericht. Das Steueramt des Kantons Aargau hat an ihrer Steuertagung 2004 verlauten lassen, dass im Zusammenhang mit dem Verkauf von Beteiligungsrechten an juristischen Personen des Privatvermögens bezüglich der Indirekten Teilliquidation an der bisherigen liberalen Praxis festgehalten werden soll.

Gleiche Verlautbarungen waren in der Zwischenzeit auch von den Steuerverwaltern der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt zu vernehmen.


Steuerumgehung liegt vor, die Ausgestaltung eines Rechtsgeschäftes ungewöhnlich und sachwidrig ist; diese nur gewählt wurde, um Steuern zu sparen und sie auch zu einer tatsächlichen und erheblichen Steuerersparnis führt.


Wir hoffen, dass sich weitere Kantone dieser Auffassung anschliessen werden und ebenfalls an ihren liberaleren Praktiken festhalten.


Tatsache bleibt jedoch, dass zukünftig Verkäufe von Beteiligungsrechten in das Geschäftsvermögen der Käufer/innen, ob als Erbenholdingfälle oder als Management-buy-outs ausgestaltet, nur noch unter Inkaufnahme von 11.5% Direkter Bundessteuer möglich sein werden. Das Worst-Case-Szenario-Denken in Bundessteuersachen setzt sich fort. Der Entwurf der Eidg. Steuerverwaltung zum Kreisschreiben Nr. 7 "Übertragung von Beteiligungsrechten vom Privat- ins Geschäftsvermögen" lässt erahnen, dass die Theorie der Indirekten Teilliquidation zukünftig noch extensiver angewendet werden soll als bisher.